'Aus der Traum'

'Aus der Traum'

Statt in 'freudiger Erwartung' 14 Tage vorm Wurftermin haben wir eine frisch operierte Hündin zuhause.....

Der Verlauf in Kurzform:

Bei Bakira waren wir uns wie beim ‚ersten Versuch' nicht sicher, ob da wirklich etwas in ihrem Bauch heranwächst. Einige Anzeichen sprachen dafür, andere dagegen:

- mal war der Appetit groß, dann hatte sie wieder keinen Appetit,

- Bakira 'verwarnte' andere, bekannte Hunde,

- Bakira schlief viel in ihrem Korb, war dann aber beim Spaziergang wieder putzmunter.

Als sie dann in der Mitte der Trächtigkeit abgenommen hat, statt zuzunehmen, waren wir schon verunsichert (aufgrund des ersten Fehlversuchs waren wir schon sehr verhalten in den Deutungen). Wir hatten dann auch häufig Kontakt mit der Zuchtwartin.

Anzeichen, die für die Pyometra (eitrige Gebärmutterentzündung) sprachen - das wissen wir jetzt im Nachhinein - sind z.B.:

- Appetitlosigkeit,

- leichtes bis heftig gestörtes Allgemeinbefinden

- ein unnormales Durstgefühl mit entsprechend hoher Urinausscheidung.

Aber diese Symtome gelten teilweise eben auch bei der Trächtigkeit, bei Bakira war es so, daß sie manchmal großen Appetit hatte, dann wieder nicht, in den letzten Tagen vor der OP hatte sie allerdings immer weniger Appetit. Getrunken hat sie auch mehr als sonst, aber das kann auch auf die Trächtigkeit deuten.... Eine hohe Urinausscheidung gleich nach dem Trinken haben wir nicht festgestellt. Und auf den Spaziergängen war sie wie gesagt immer putzmunter und machte absolut keinen kranken Eindruck.

Etwa 3 Wochen vor dem Termin konnten wir dann feststellen, daß sie im Korb oftmals hechelte und das war dann eben nicht normal...

Am Mittwochmorgen (29.01.2003 - der 47. Tag) um 5:00 hat sie sich dann auffällig geputzt (Bakira schlief bei uns im Schlafzimmer, da ist man dann ja sofort wach), die Haare rund um die Scheide waren naß, aber der Ausfluß sah eher glasig aus - also eher Hoffnung? Wir haben vorsorglich und besorgt die Temperatur gemessen (38,1° - ‚normal') und wollten das bis zum nächsten Tag weiterbeobachten. Abends haben wir dann nochmal geprüft - der Ausfluß war leicht bräunlich.

 

ca. 5 Tage vor der OP.....

...als wir noch gar nicht an eine OP gedacht haben....

geht's ihr gut oder schlecht?

Ab zum Tierarzt

Am nächsten Morgen sind wir dann zur Tierärztin gefahren, die als erstes die Körpertemperatur maß (39,7°). Der Ausfluß deutete auf etwas Schlimmes hin, was sie aber erst mit ihrem Mann besprechen wollte. Dann wurde eine Röntgenaufnahme vorgenommen und die Diagnose der Tierärzte stand fest. Und die war schon niederschmetternd - Pyometra (eitrige Gebärmutterentzündung). Leider blieb auch kein 'Spielraum' mehr für eine konservative Behandlung, deshalb fiel die Entscheidung für eine Operation dann sofort, sie war auch für Bakira's Wohl unumgänglich.

Am nächsten Morgen (Freitag, 31.01.2003) erfolgte dann die OP. Das waren wie immer schlimme Momente für den Hund und die Besitzer. Bakira hatte wie immer beim Tierarzt große Angst, sie bekam eine Beruhigungsspritze und wir konnten uns mit Bakira im Vorzimmer aufhalten. Nach 5 Minuten wirkte dann die Spritze und Bakira ging mit der Tierpflegerin in den OP. Da kann man dann nur mit einem ‚mulmigen' Gefühl im Bauch nach Hause fahren. Um 12:00h sollten wir wieder anrufen. Um 12:30h konnten wir dann Bakira abholen - die Operation war gut verlaufen, Bakira war schon wieder auf den Beinen. Zuhause dauerte es dann einige Zeit, bis sie etwas Ruhe fand, allerdings musste sie öfter spucken, wollte kurz nach draußen (angeleint) und dann wieder rein. Die Nacht vom Freitag auf Sonnabend war schon heftig, Bakira mußte häufig spucken und war sehr unruhig - für uns gab's auch wenig Schlaf.

Am Sonnabendmorgen (01.02.2003) dann noch mal zum Tierarzt, kurze Kontolluntersuchung und Injektion (Antibiotika). Im Laufe des Tages ging es Bakira dann immer besser. Aufgrund eines Kindergeburtstages bei uns im Hause war es noch sehr unruhig, aber Bakira hat das nichts ausgemacht. Sie hat dann in der Nacht zum Sonntag sehr gut geschlafen. Die weitere Genesung war deutlich am Verhalten zu beobachten. Zum ‚Aufpäppeln' gab's dann leckere Hühnerbrühe und Hühnerfleisch mit Reis - immer in kleinen Portionen. Und nach ein paar Tagen war dann der ‚richtige' Appetit wieder da. Sie erholte sich schnell. Die Wunde haben wir auf Empfehlung der Zuchtwartin zusätzlich mit Johanniskrautöl abgetupft. Das einzig unangenehme während der Zeit war der Trichter über dem Kopf. Den haben wir allerdings so oft es ging - und wir Bakira im Blick hatten - abgenommen. Bakira lief dann auch schon mal im T-Shirt im Haus herum - ohne Trichter. Wichtig war eben, dass sie nicht an die Wunde herankam und unter Umständen selbst die Fäden gezogen hätte.

Am Dienstag, 11.2.2003 wurden dann die Fäden gezogen. Die Wunde war gut abgeheilt. Von der Tierärztin wurden wir noch eindringlich auf mögliche Folgen der OP aufmerksam gemacht - z.B. großer Appetit, der dann aufgrund der besseren Futterverwertung zur Gewichtszunahme führen kann. Das beobachten wir genau, falls sich so etwas andeuten sollte, werden wir sofort mit einer Bemessung des Futters reagieren. Allerdings gibt es zur Zeit (08. März 2003 - 5 Wochen nach der OP) dafür keine Anzeichen (Gewicht am 20.02.2003 - 21,0kg, Gewicht am 01.03.2003 - 21,2kg).

Bakira ist jetzt wieder 'gut drauf', sie springt und tobt herum wie eh und je.

Da sind wieder alle froh!

Aber: Von unserer Bakira gibt's keine Welpen mehr, so sehr wir uns das auch gewünscht haben.

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